Minden, 15. August 2026. Nach dem massiven Vandalismus am Campus Am Wiehen fordert die AfD-Fraktion im Rat der Stadt Minden Konsequenzen. Die Fraktion bringt einen Antrag ein, mit dem die Stadtverwaltung beauftragt werden soll, die Videoüberwachung an Mindener Schulen außerhalb der Schul- und Betreuungszeiten zu prüfen. Für den Campus Am Wiehen soll diese Prüfung aufgrund des aktuellen Vorfalls mit besonderer Priorität erfolgen.

In der Nacht zum 11. August wurden an der Sekundarschule Am Wiehen und der benachbarten Grundschule erhebliche Schäden angerichtet. Mehr als 50 Glasscheiben an der Sekundarschule sowie 13 Fenster an der Grundschule wurden beschädigt oder vollständig zerstört. Hinzu kommen Beschädigungen an Fassaden, Wänden und Sitzgelegenheiten sowie Farbschmierereien. Nach ersten Berechnungen der städtischen Gebäudewirtschaft beläuft sich der Schaden für die Stadt auf rund 130.000 Euro.

Wenn innerhalb einer einzigen Nacht ein Schaden von rund 130.000 Euro an unseren Schulen angerichtet werden kann, können wir nicht einfach zur Tagesordnung übergehen. Unsere Schulen müssen besser geschützt werden. Dazu gehört für uns ausdrücklich die Prüfung einer Videoüberwachung außerhalb der Schulzeiten“, erklärt der Vorsitzende der AfD-Stadtratsfraktion, Sebastian Landwehr.

Nach dem Willen der AfD soll sich die Prüfung nicht allein auf den Campus Am Wiehen beschränken. Die Verwaltung soll für sämtliche Schulen in städtischer Trägerschaft untersuchen, an welchen Standorten aufgrund zurückliegender Vandalismusfälle, örtlicher Gegebenheiten oder besonderer Gefährdungslagen eine Videoüberwachung sinnvoll und rechtlich zulässig ist.

Dabei sollen insbesondere Eingangsbereiche, Gebäudefassaden, Schulhöfe und andere gefährdete Bereiche betrachtet werden. Gleichzeitig fordert die Fraktion eine rechtssichere Ausgestaltung. Denkbar seien etwa eine Beschränkung auf Zeiten außerhalb des Schul- und Betreuungsbetriebes, klar definierte Aufnahmebereiche und angemessene Löschfristen.

Frank Dunklau, stellvertretender Vorsitzender der AfD-Stadtratsfraktion, erklärt:

Die Täter zerstören öffentliches Eigentum und am Ende bezahlt die Allgemeinheit die Rechnung. Kameras können Hemmschwellen schaffen, Täter abschrecken und nach einer Straftat wichtige Hinweise für die Ermittlungen liefern. Wir wollen deshalb wissen, was rechtlich möglich ist – und das, was möglich und sinnvoll ist, anschließend auch umsetzen.

Zusätzlich beantragt die AfD-Fraktion, dass die Verwaltung die Vandalismusschäden an sämtlichen städtischen Schulen der vergangenen fünf Jahre sowie die dadurch entstandenen Kosten vollständig ermittelt und dem zuständigen Ausschuss vorlegt. Neben Videoüberwachung sollen auch ergänzende Maßnahmen wie eine verbesserte Beleuchtung, Bewegungsmelder und weitere technische Sicherungssysteme geprüft werden.

Landwehr betont: „Datenschutz und Sicherheit dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden. Niemand fordert eine Überwachung von Schülerinnen und Schülern während des Unterrichts. Es geht darum, unsere Schulen insbesondere nachts und außerhalb der Nutzungszeiten besser vor mutwilliger Zerstörung zu schützen. Jeder verhinderte größere Vandalismusschaden schützt zugleich das Eigentum der Stadt und damit das Geld der Bürger.

Für die AfD-Fraktion steht der aktuelle Vorfall zudem in einer Reihe von Vandalismusfällen im Mindener Stadtgebiet. Zuletzt waren unter anderem der Südfriedhof und das Denkmal des Großen Kurfürsten von Beschädigungen betroffen.

Die Stadt darf nicht dauerhaft nur Schäden beseitigen und Rechnungen bezahlen. Prävention muss einen höheren Stellenwert bekommen. Wer unsere Schulen mutwillig zerstört, muss damit rechnen, entdeckt und zur Verantwortung gezogen zu werden“, so Landwehr abschließend.

Sebastian Landwehr
Fraktionsvorsitzender

Frank Dunklau
Stellv. Fraktionsvorsitzender

AfD-Fraktion im Rat der Stadt Minden